Mein Kamera war lange mein Schutzschild.
Das habe ich aber erst sehr viel später verstanden.
Hinter ihr konnte ich mich verstecken. Ich musste nicht die sein, die gesehen wird. Ich konnte die sein, die sieht.
Und ja…. Darin bin ich richtig gut geworden.
Menschen beobachten. Spüren, wenn sich ewas verändert. Sehen, wenn für einen Augenblick die Kontrolle weg ist. Wenn jemand nicht mehr darüber nachdenkt, wie er gerade aussieht. Was er „aussstrahlt“ und ob das gut aussieht.
In diesen Momenten habe ich schon immer das Besondere gespürt. Das Echte dazwischen.
Ich fotografiere seit über 15 Jahren. Aber, wenn ich heute zurückblicke auf den Weg, den ich gegangen bin, dann glaube ich, dass es in Wahrheit nie nur um die Fotografie ging.
Und dann kam Fuerteventura. Und es könnte sein, dass meine Geschichte von da an, ein bisschen wunderschön, verrückt, magisch wurde…
Ich hatte eine Verbindung zu dieser Insel, die ich mit meinem Verstand nicht erklären konnte. Ich wusste nur: Ich muss da hin.
Also bin ich diesem Gefühl gefolgt. Erst immer wieder. Und irgendwann ging es nicht mehr anders und wir haben als Familie unser Leben in Deutschland hinter uns gelassen und gingen ganz nach Fuerteventura.
Ich konnte es nicht erklären. Ich zog also wirklich auf diese Insel, mitten im Atlantik.
Und was ich dann verstand war: ich bin hier, um mich zu erinnern.
An Dinge, von denen ich nicht wusste, dass ich sie weiß. An Fähigkeiten, die ich nicht gelernt hatte und die trotzdem da waren. An meine Intuition. Meine Wahrnehmung. Altes Wissen.
Und auf einmal begannen all diese vermeintlich einzelnen Welten zusammenzufließen. Fotografie. Körper. Atem. Energie. Heilung. Meine Art, die Menschen zu fühlen und zu sehen.
Und genau daraus ist ALMA entstanden.
Und auch, wenn ich mittlerweile auf Mallorca lebe – Fuerteventura wird immer einen Einfluss auf mein Wirken haben.